So stellen wir Tofu her

So stellen wir Tofu her

Von der Sojabohne zum fertigen Produkt

Bis heute ist die Herstellung von Tofu mit vielen verschiedenen Arbeitsschritten verbunden. Nur durch beste Sojabohnen und deren achtsame und präzise Verarbeitung erhält man ein qualitativ hochwertiges Produkt.

Zubereitung der Sojamilch
Nachdem unsere Sojabohnen angeliefert werden, waschen wir sie und geben sie in große Einweichbehälter, in denen sie zehn bis zwölf Stunden quellen. Danach sind die Bohnen etwa doppelt so groß.

Die gequollenen Bohnen vermahlen wir mit Wasser und kochen das entstandene Sojapüree in einem Dampfdrucktopf auf. Anschließend sieben wir die Schalen- und Faserstoffe aus und erhalten auf diese Weise einen milchfarbenen, eiweißreichen Sojabohnensaft – auch "Sojamilch" genannt.

Gerinnung der Sojamilch
Die Sojamilch bildet die Grundlage für unsere weitere Arbeit. Wir versetzen sie mit den traditionellen Gerinnungsmitteln Nigari und/oder Calciumsulfat, wodurch die Sojamilch ausflockt. Es entsteht Molke und das hochwertige Sojaeiweiß.

Pressung des Bruchs
Die Eiweißflocken sammeln wir im Presskasten, wo wir sie zu festen Tofublöcken verdichten. Anschließend werden die Blöcke in Form geschnitten und im Wasserbad abgekühlt.

Verpackung und Pasteurisierung
Der nun entstandene Basistofu wird entweder direkt als Tofu Natur verpackt oder zu einer unserer rund 40 Tofuspezialitäten verarbeitet. Zu guter Letzt verpacken, pasteurisieren und kühlen wir die Produkte und schicken sie schnellstmöglich auf den Weg zu unseren Kunden.

Veredelung
Bei der Weiterverarbeitung des Tofus, der so genannten Veredelung, setzen wir über 100 erlesene Zutaten ein. Für deren Anbau und Verarbeitung vereinbaren wir vertraglich bestimmte Qualitätsmerkmale mit unseren Lieferanten. Mit Gewürzen, Kräutern, verschiedenen Gemüsesorten und anderen hochwertigen Bio-Komponenten entstehen die verschiedenen Taifunprodukte. Zum Frittieren setzen wir ein High-Oleic-Bratöl ein, welches speziell für diese Erhitzungsprozesse geeignet ist.

Räucherung
Während man früher durch Räuchern vor allem die Haltbarkeit der Lebensmittel erhöhen wollte, räuchert man heute wegen des guten Geschmacks. Um die gesundheitlichen Gefahren traditioneller Räucherverfahren zu minimieren, räuchern wir unseren Tofu ausschließlich im sehr schonenden Reiberauchverfahren.

Ein Metallrad reibt an einem Holzscheit, bis zwischen 300 und 400°C erreicht sind (bei Verbrennungsräucheröfen liegt die Temperatur bei bis zu 800°C). Den entstandenen Rauch leiten wir in die Räucherkammer, um zum Beispiel unserem Räuchertofu oder den Tofu-Wienern ihre sehr feine und aromatische Rauchnote zu verleihen. Beim Reiberauchverfahren handelt es sich aufgrund der vergleichsweise niedrigen Temperatur um das Rauchverfahren mit der geringsten Belastung an gesundheitsschädigenden Stoffen. Die Reiberauchanlage arbeitet außerdem emissionsfrei.

Fermentierter Tofu
Taifun bietet unter dem Namen Feto auch drei Sorten fermentierten Tofu an. Bei der Herstellung wird frischer Tofu Natur mit veganen Kulturen (Milchsäurebakterien) fermentiert. Dadurch wird das Produkt zum einen mild gesäuert und zum anderen werden Zucker und Kohlenhydrate, die im Tofu enthalten sind, größtenteils schon verstoffwechselt. Dieser Vorgang verleiht dem Tofu eine angenehm säuerliche Note. Zudem fördert die Fermentation die Bekömmlichkeit der Sojabohnen. In Asien gehören fermentierter Tofu und andere fermentierte Sojaprodukte wie Tempeh und Shoyu seit Jahrhunderten zur traditionellen Ernährung.

Bei den Kulturen, die wir zur Fermentation einsetzen, handelt es sich um vegane, aus Pflanzen gewonnene Joghurtkulturen, wie sie auch bei der Herstellung von veganen Käse- oder Joghurtalternativen verwendet werden.