Taifun im Öko-Test 6/2016

Taifun im Öko-Test 6/2016

Für seine Juni-Ausgabe hat das Öko-Test-Magazin neben anderen veganen Fleischersatzprodukten auch die Taifun Veggie-Bratwurst untersucht. Hier finden Sie unsere Stellungnahme zum Thema.

Bei dem Test wurden minimale Spuren von gentechnisch veränderter DNA sowie Spuren von Mineralölen nachgewiesen.

Wie kommt Mineralöl ins Tofuprodukt?
Bei keiner unserer intensiven Kontrollen und umfangreichen Analysen in unabhängigen Laboren, auch unter Einbeziehung externer Fachberatung, wurden im Vorfeld Auffälligkeiten festgestellt. Die möglichen Eintragswege werden derzeit geprüft. Als Hersteller von qualitativ hochwertigen Bio-Lebensmitteln legen wir großen Wert darauf, nur reine und hochwertige Zutaten zu verwenden. Unsere Produkte werden vom Einkauf der Rohwaren über die Produktion bis hin zum Verkauf immer wieder von unabhängigen Laboren und von einem internen Kontrollsystem untersucht.

Ist das Mineralöl gesundheitsgefährdend?
Das Produkt verstößt gegen keine Vorgabe und die gesundheitliche Auswirkung ist wie bei vielen anderen Risikofaktoren nur schwer zu bewerten. Gesättigte Mineralöle, von Fachleuten gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) genannt, kommen häufiger und in größeren Mengen in Lebensmitteln vor (Quelle: foodwatch.org). Zurzeit gibt es für MOSH keine abschließende toxikologische Bewertung und somit auch keine offiziell zulässige Aufnahmemenge. Trotzdem nehmen wir die Testergebnisse sehr ernst und werden den Eintragsweg abstellen.

Enthält Taifun-Tofu gentechnisch veränderte Sojabohnen?
Wir verarbeiten nur Sojabohnen aus ökologischer und gentechnikfreier Erzeugung und engagieren uns stark im heimischen Sojaanbau: 90 % unserer Sojabohnen stammen aus Vertragsanbau in Deutschland, Frankreich und Österreich. Die von Öko-Test auf Spuren von Gentechnik untersuchten Sojabohnen kommen ausschließlich aus Taifun-Vertragsanbau in Frankreich und wurden nach Anlieferung bei Taifun nachweislich negativ auf GVO getestet (vgl. Zertifikat). Zur Absicherung gegen extreme Witterungsbedingungen in Europa decken wir 10 % unseres Sojabedarfs mit Bohnen unseres kanadischen Partners in Ontario ab, einem zuverlässigen und engagierten Bio-Erzeuger. Die strengen kanadischen Öko-Richtlinien werden hier strikt eingehalten.

Die Ergebnisse von Öko-Test zeigen jedoch, dass − trotz unserer umfangreichen Analysen und Kontrollen − sogar in unseren Produkten minimale Spuren von Gentechnik (kleiner als 0,1 %) sein können. Diese sind etwa durch Stäube inzwischen weltweit verbreitet und lassen sich nicht mehr vollständig ausschließen. Der Öko-Test bestärkt uns in dem, was wir bereits seit Jahren offen kommunizieren: Wir können zwar weiterhin mindestens 99,9 % Reinheit garantieren, jedoch keine Aussage mehr zur absoluten Gentechnikfreiheit treffen.

Projekte wie unser Soja-Experiment 1000 Gärten tragen dazu bei, den Ausbau des Sojaanbaus in Deutschland weiter auszubauen.

LC/25.05.2016