1000 Gärten 2.0: wieder Soja-Gärtner gesucht

1000 Gärten 2.0: wieder Soja-Gärtner gesucht

Taifun und Uni Hohenheim testen ideale Sojasorten für Anbau in Deutschland

2016 riefen wir gemeinsam mit der Universität Hohenheim das Projekt „1000 Gärten - Das Soja-Experiment“ ins Leben. Ziel: Kreuzungen identifizieren, die in verschiedenen Regionen Deutschlands wachsen und sich zur Tofuherstellung eignen. Das innovative Konzept kam an. 2.500 Anmeldungen von Gärtnern gingen ein, zahlreiche aufschlussreiche Daten wurden erhoben, die Presse berichtete deutschlandweit. Nun wird die Soja-Initiative wiederholt.

Für mehr heimisches Soja
Beim Stichwort „Soja“ denken viele an eine exotische Pflanze, die vor allem dort wächst, wo großflächig Regenwald gerodet wird. Weit weniger bekannt ist, dass der Sojaanbau mittlerweile auch in Europa Fuß gefasst hat. So bezieht Taifun 100 Prozent seiner Bio-Sojabohnen aus Deutschland, Österreich und Frankreich! Doch die bestehenden Sojasorten gedeihen nur in Regionen mit mildem Klima. Um in Deutschland mehr Gegenden für den heimischen Sojaanbau zu erschließen, werden neue klimatisch passende Sojasorten benötigt.

„Mit einem weiteren Versuchsjahr wollen wir die Genauigkeit und den wissenschaftlichen Nutzen des Projekts erhöhen“, erklärt Martin Miersch, Agraringenieur bei Taifun. Die erste Auflage habe gezeigt, dass partizipative Pflanzenforschung einen wichtigen Beitrag leisten kann, ergänzt Dr. Volker Hahn vom Projektpartner Landessaatzuchtanstalt an der Universität Hohenheim. „Mit der Wiederholung von 1000 Gärten wollen wir die Ergebnisse validieren und neue wissenschaftliche Fragestellungen angehen.“ Für die zweite Runde konnte die Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gewonnen werden.

Engagierte Gärtner gesucht
Die Projektpartner suchen nun Teilnehmer, die Lust haben, im kommenden Gartenjahr auf 6 Quadratmetern Sojabohnen auszusäen – und diese die Vegetationsphase über zu pflegen und zu beobachten. Hobbygärtner mit und ohne Schrebergarten sind genauso willkommen wie Schulklassen und Landwirte. Sie erhalten Versuchssaatgut von 12 verschiedenen Sojakreuzungen, die an die jeweilige Klimazone angepasst sind. Die Daten über Größe der Pflanzen, Ertrag und Reife erfassen die Sojagärtner auf einer eigenen Online-Plattform, damit sie wissenschaftlich ausgewertet werden können. Anhand der eingesandten Ernte werden schließlich Eiweiß- und Fettgehalt der Sojabohnen sowie Tofu-Eigenschaften untersucht.

Alle Informationen über die Teilnahmevoraussetzungen und Erfahrungsberichte aus dem vergangenen Projekt gibt es unter www.1000gärten.de. Anmeldeschluss ist der 11. März 2018.

LC/15.12.2017

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